Wunsiedel,München.. wohin denn jetzt? – Stellungnahme zur Diskussion über die Veranstaltungen am 14.11.2009

Was geht denn bei denen ab?“, wird sich so mancheR AntifaschistIn in den letzten Tagen gefragt haben, als bekannt wurde, dass es angesichts des Todes von Nazianwalt Jürgen Rieger einen Gedenkmarsch in Wunsiedel, trotz vieler anderer Veranstaltungen, geben wird. Mit Rieger hat die deutsche Naziszene einen wichtigen Mann verloren, deshalb ist zu erwarten, dass die Demonstration in Wunsiedel von vielen Nazis besucht werden wird. Die für den 14.11.2009 angedachte Veranstaltung stößt jedoch bei manchen auf großen Unmut, da am besagten Tag in München der „Heldengedenkmarsch“ stattfinden soll, der von Phillip Hasselbach bereits im letzten Jahr angekündigte und vom „Münchner Gedenkkomitee zum Erhalt der Ehre unserer Soldaten“ angeworbene Aufmarsch wurde auch angesichts der parallel laufenden Demonstration in Wunsiedel nicht abgesagt. Anders in Halbe, dort wurde der von Christian Worch angemeldete Aufmarsch Berichten zufolge zugunsten Riegers Gedenkmarsch verschoben. (redhalbe.blogsport.de)

Da wird die Frage laut wohin mensch sich als bekennender Nazi nun hinbewegt? Das „freie Netz Süd“ hat auf der Homepage nichts vom Termin in München erwähnt, wohingegen der Termin „Wundsiedel“ samt Nachruf für Rieger groß und breit auf der Startseite erscheint:

Wir rufen alle Kameradinnen und Kameraden des nationalen Widerstandes auf, sich dem Gedenken für einen großen Deutschen anzuschließen. Ein gesonderter Aufruf mit weiteren Einzelheiten ergeht kommende Woche.

Generell ist zu beobachten, dass von den wenigsten Gruppen für den „Heldengedenkmarsch“ geworben wird.Trotzdem stand der Termin schon seit gut einem Jahr fest und die NPD, als Initiator für den Gedenkmarsch in Wunsiedel, scheint dies nicht zu interessieren. Ohne Rücksicht auf die Veranstaltungen ihrer „KameradInnen“ rufen sie alle NationalistInnen dazu auf am 14. November nach Wunsiedel zu kommen. Der Traum einer geschlossenen „Nationalen Allianz“ scheint nun endgültig ausgeträumt zu sein.

Es wird einmal mehr deutlich, dass eine rießige Kluft zwischen den „parteilosen“ Nazis und der NPD besteht. Die momentane, „szeneinterne“ Diskussion um die beiden Termine dürfte Beweis genug sein.

Egal wie sich die Termine entwickeln, es ist eine Schande, dass Nazis marschieren. So oder so heißt es also am 14.11.2009:

„Naziaufmärsche verhindern! egal in München, Wunsiedel oder sonstwo!“

Antifaschistisches Aktionskollektiv Straubing

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